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Zielgruppe:
Wir tauchen gemeinsam in die ruhige Welt der Vogelbeobachtung ein. Als forschende Naturfreunde locken wir unterschiedlichste Arten in unsere Schutzgebiete. Dabei bauen wir Stück für Stück ein funktionierendes, lebendiges Ökosystem auf.
Das Wingspan Brettspiel (deutsch: Flügelschlag) stammt aus der Feder der Autorin Elizabeth Hargrave. Es richtet sich an ein bis fünf Naturbegeisterte am Tisch. Vertrieben wird das Original von Stonemaier Games, die deutschen Runden übernimmt der Feuerland Verlag. Eine Partie dauert 40 bis 70 Minuten. Diese Zeit vergeht meist wie im Flug, da wir ständig neue strategische Optionen entdecken.
Das Spielprinzip ist ein sogenannter Engine-Builder. Wir legen Karten aus, die sich später immer wieder gegenseitig aktivieren und verstärken. So wächst unsere Vogelwelt zu einer wunderbaren Maschine heran, die uns stetig Ressourcen liefert.
Jeder Vogel bringt eine eigene, oft biologisch passende Fähigkeit mit. Manche Raubvögel jagen nach Beute, andere Vögel bilden Schwärme. Diese thematische Dichte sorgt für eine enorm dichte Atmosphäre am Tisch.
Ausgezeichnet als Kennerspiel des Jahres 2019, empfiehlt sich der Titel ab zehn Jahren. Angesichts spannender Kombinationen und nötiger Weitsicht ist es ideal für ehrgeizige Runden. Wer den Schritt vom leichten Familienspiel zum Kennerspiel wagt, liegt hier richtig.
Wir stehen als Mitspieler nie vor unüberwindbaren Hürden. Das Spiel nimmt uns sanft an die Hand und feiert mit jedem gelegten Ei kleine Erfolge. Das macht es zu einem herausragenden Titel für gemischte Generationen.
Du suchst die wichtigsten Regeln auf einen Blick? Hier ist die schnelle Kurzfassung. Das vollständige Regelwerk findest du direkt im verlinkten PDF.
Gewonnen hat am Ende die Person mit den meisten Siegpunkten. Diese generieren wir durch ausgespielte Vogelkarten, das Erfüllen von Rundenzielen und geheime Bonuskarten. Auch gesammelte Eier, Futter und Karten unter Vogelschwärmen fließen in die Wertung ein.
Zu Beginn erhält jeder ein Spielertableau und acht hölzerne Aktionswürfel. Wir starten mit fünf zufälligen Vogelkarten, fünf Futtermarkern und zwei Bonuskarten in die Partie.
Zuerst treffen wir eine wichtige Entscheidung. Für jede behaltene Vogelkarte müssen wir exakt einen Futtermarker abgeben. Danach wählen wir eine der Bonuskarten aus und verwerfen die andere.
Das allgemeine Material platzieren wir zentral auf dem Tisch.
Die Wingspan Regeln strukturieren unseren Zug in vier Kernaktionen. Wer an der Reihe ist, wählt genau eine dieser Möglichkeiten. Wir markieren die Aktion, indem wir einen Würfel auf das erste freie Feld der Tableau-Reihe legen.
Die Aktivierungsreihenfolge ist entscheidend. Wir bewegen den Aktionswürfel von rechts nach links über das Tableau. So lösen wir Kettenreaktionen systematisch aus, bis der Zug endet.
Haben alle ihre verfügbaren Aktionswürfel verbraucht, endet die aktuelle Runde. Wir werten nun gemeinsam das Rundenziel auf der Zieltafel aus. Einer unserer Würfel bleibt dauerhaft auf dieser Tafel liegen.
Dadurch sinkt unsere Aktionszahl pro Runde sukzessive: von anfänglich acht auf sieben, sechs und zuletzt fünf Züge. Nach exakt vier Runden endet die Partie. Wir addieren alle Punkte auf dem Wertungsblock. Wer die höchste Summe vorweist, gewinnt.
Die Runden entfalten am Tisch eine unglaubliche Sogwirkung. Es fühlt sich ungemein belohnend an, wenn eine perfekt geplante Kettenreaktion reibungslos funktioniert. Bringt der Waldvogel neues Futter und der nächste Vogel sofort ein Ei, kommt enorme Freude auf.
Gleichzeitig bleibt das Erlebnis wunderbar friedlich. Wir bauen unser Biotop auf, ohne uns aggressiv in die Parade zu fahren. Das sorgt für eine entspannte Stimmung. Man freut sich durchaus auch mal über einen genialen Schachzug der anderen.
Die optische Präsenz auf dem Tisch ist ein echtes Highlight. Der liebevoll gestaltete Würfelturm als Vogelhaus und die bunten Miniatureier sind Hingucker. Durch die detailreich illustrierten Karten tauchen wir förmlich in die Natur ein.
Trotz vieler Möglichkeiten bleibt die Einstiegshürde erfreulich niedrig. Das Spiel verzeiht frühe Fehler. Durch das Sammeln von Eiern oder Futter machen wir stets spürbare Fortschritte. Aufsteiger aus dem Familienspielbereich finden sich schnell zurecht.
Das Spiel ist herrlich knifflig und fordert unseren Verstand. Wir können tief in die strategische Planung abtauchen, um die perfekte Kombination zu finden. Dennoch sind einzelne Spielzüge angenehm kurz. Das minimiert nervige Wartezeiten.
Wir können den Titel für den gemütlichen Feierabend voll und ganz empfehlen. Das hochdekorierte Meisterwerk vereint Generationen am Tisch und liefert ein unverbrauchte Thema. Eine absolute Bereicherung für jede heimische Sammlung.
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