Asmodee, 7 Wonders Dice, Repos Production, Kennerspiel, 2-7 Spieler, ab 10+ Jahren, 25 Minuten, Deutsch 3. Eigenständig 7 Wonders Dice
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7 Wonders Dice: Die Antike als Würfelduell

2 –
7 Spieler
10+ Jahre
25+ Minuten
24,86 EUR

inkl. MwSt. zzgl. Versand

7 Wonders Dice: Worum geht es im Würfel-Ableger des Klassikers?

Antike Metropolen, sieben Würfel und eine Frage

Stell dir vor, du stehst am Forum einer antiken Stadt. Händler schreien, Steinmetze klopfen, irgendwo wird gerade ein Weltwunder hochgezogen, das die Jahrtausende überdauern soll. Wirst du es sein, der den Nachbarstädten den Rang abläuft?

Genau hier setzt 7 Wonders Dice an. Das 2025 bei Repos Production erschienene Würfelspiel von Antoine Bauza ist der nächste Spross der gewaltigen 7 Wonders-Familie, nach dem Kartenspiel, dem Duell und dem Ringel-Duell. Diesmal regiert der Würfel.

Die Eckdaten auf einen Blick

Auf der Schachtel steht: 2 bis 7 Spielende, ab 10 Jahren, rund 25 bis 30 Minuten. Damit zielt das Spiel klar auf flotte Familien- und Kennerrunden, ohne den großen Tisch eines Heavy Euro zu blockieren.

Spannend ist die Spannweite. Zu zweit ein zackiges Roll-and-Write, zu siebt ein kleines Antike-Festival. Wer den Klassiker mit den Karten kennt, ahnt schon: hier gibt es kaum Downtime, weil alle gleichzeitig agieren.

Was reizt am Setting?

Du baust deine eigene Stadt auf einem persönlichen Tableau auf, errichtest dein Weltwunder, schiebst die Wissenschaft in der Akademie nach vorn und führst Kasernen ins Feld. Gleichzeitig schielst du nach links und rechts, denn deine Nachbarn sind Konkurrenz und Reibungsfläche zugleich.

Das Material macht dabei richtig was her. Statt schmieriger Whiteboard-Marker liegen Stifte und Tücher in der Schachtel, dazu zehn farbige Würfel inklusive Spezialwürfel und eine zentrale Würfelbox als Forum. Die Pläne bleiben dadurch deutlich länger frisch als bei manchem Genrekollegen.

Für wen ist das Spiel gemacht?

7 Wonders Dice richtet sich an alle, die 7 Wonders mögen, aber nicht jedes Mal das große Brett aufbauen wollen. Roll-and-Write-Fans bekommen eine antike Spielwiese mit angenehmer taktischer Tiefe, ohne dass die Partie ausufert.

Auch Gelegenheitsspieler kommen klar, wenn jemand die Symbolik einmal erklärt. Es ist kein knalliges Partyspiel, sondern ein kleiner, schneller Strategiehappen für zwischendurch.

So funktioniert 7 Wonders Dice: Regeln und Ablauf

Du suchst die wichtigsten Regeln auf einen Blick? Hier ist die schnelle Kurzfassung. Das vollständige Regelwerk findest du direkt im verlinkten PDF.

Spielziel

Ziel ist es, am Ende der Partie die meisten Siegpunkte auf der Wertungstafel zu haben. Diese Punkte holst du dir, indem du deine Stadt klug ausbaust, dein Weltwunder errichtest, Wissenschaft betreibst und deine Nachbarn militärisch in Schach hältst.

Aufbau und Material

Jeder bekommt ein Tableau, einen Stift und ein Tuch zum Abwischen. In die Tischmitte kommt die Würfelbox, das sogenannte Forum.

Zu Spielbeginn liegen nicht alle Würfel im Forum. Drei Spezialwürfel werden zunächst beiseitegelegt und kommen erst später ins Spiel:

  • Schwarz: Spionage, erlaubt das Ankreuzen fremder Gebäudefelder auf dem eigenen Tableau
  • Weiß: Zugriff auf die Ehrengalerie
  • Violett: Zugriff auf die Gildenhalle

Auf dem persönlichen Tableau findest du dein Weltwunder, die violette Gildenhalle, die weiße Ehrengalerie, zwei rote Kasernen, die blaue Agora, den gelben Markt, die grüne Akademie sowie die Lagerhalle und die Goldreserve. Jede Stadtfarbe hat ein eigenes Symbol, damit auch Menschen mit Farbsehschwäche entspannt mitspielen.

Ablauf eines Zuges

Eine Partie läuft über mehrere Runden, jeder Zug besteht aus zwei Phasen.

  1. Würfel mischen: Eine beliebige Person schließt das Forum, bewegt es kreisförmig auf dem Tisch und deckt es wieder auf. Das Forum ist in vier Bereiche mit Kosten von 0, 1, 2 und 3 Münzen eingeteilt.
  2. Aktion ausführen: Alle wählen gleichzeitig eine der drei möglichen Aktionen.

Die drei Aktionen im Detail:

  • Gebäude bauen: Wähle einen der Würfel im Forum, bezahle die Münzkosten des entsprechenden Bereichs sowie die Rohstoffkosten des Gebäudefeldes. Anschließend kreuzt du das passende Feld auf deinem Tableau an und kassierst sofort den Effekt.
  • Weltwunder errichten: Du baust ein Etappenfeld deines Weltwunders, ohne einen Würfel zu nutzen. Du zahlst die angegebenen Baukosten in Rohstoffen oder Gold und kreuzt das nächste Feld in der vorgegebenen Reihenfolge an.
  • Passen: Wenn dir nichts passt oder du sparen willst, passt du und erhältst dafür drei Münzen.

Wichtig beim Bauen: Würfel bleiben immer im Forum, jeder darf jeden Würfel wählen. Rohstoffe sind beliebig austauschbar, fehlende Rohstoffe darfst du jeweils durch eine Münze ersetzen.

Die Gebäudefarben und ihre Effekte

Jede Farbe spielt eine eigene Rolle in deiner Stadt:

  • Grau (Lagerhalle): produziert dauerhafte Rohstoffe für künftige Bauten
  • Gelb (Markt und Goldreserve): bringt Münzen, eingekreist gut, durchgestrichen ausgegeben
  • Blau (Agora): jedes Feld lässt sich mit zwei verschiedenen Symbolen ankreuzen, wer als erster die Agora vollendet, bekommt drei Bonuspunkte
  • Rot (Kasernen West und Ost): Angriff und Verteidigung gegen die jeweils benachbarte Stadt
  • Grün (Akademie): schaltet die drei Spezialwürfel frei
  • Violett (Gildenhalle) und Weiß (Ehrengalerie): mächtige Bonusbereiche, die erst über die Akademie zugänglich werden

Militär: Wie funktionieren die Kasernen?

Die westliche Kaserne wirkt gegen den linken Nachbarn, die östliche Kaserne gegen den rechten. Jede Kaserne hat Angriffs- und Verteidigungsfelder.

Kreuzt du ein Angriffsfeld an, schaust du auf den Verteidigungswert deines Nachbarn aus der vorherigen Runde. Von den grau aufgedruckten Siegpunkten ziehst du die Verteidigung des Nachbarn ab und trägst den Rest als Punkte ein. Verteidigungsfelder geben dir hingegen immer die vollen Punkte.

Spezialwürfel und Gildenhalle

Über die Akademie schaltest du nacheinander den schwarzen, weißen und violetten Würfel frei. Wer als erster einen bestimmten Spezialwürfel freischaltet, ersetzt damit am Zugende einen zufälligen grauen Würfel im Forum. Den freigeschalteten Würfel darf von da an nur nutzen, wer ihn freigeschaltet hat.

Die Gildenhalle hat eine besondere Bedingung. Um dort ein Feld einer Farbe anzukreuzen, musst du in dieser Farbe mindestens so viele Kreuze haben wie jeder deiner Nachbarn. Liegt einer von beiden vor dir, musst du erst nachziehen.

Boni und Spielende

Sobald du alle Felder eines Gebäudes vollständig angekreuzt hast, sagst du das laut an und kreuzt eines der drei Bonusfelder deiner Wahl an. Den Effekt kassierst du sofort.

Hat jemand drei Bonusfelder angekreuzt, wird das Spielende ausgelöst. Der aktuelle Zug wird zu Ende gespielt, danach folgt noch ein finaler Zug. Anschließend werden alle Siegpunkte aus den Gebäuden, dem Weltwunder, dem Militär und der Wertungstafel addiert.

Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt 7 Wonders Dice. Bei Gleichstand teilt ihr euch den Sieg, klassischer Bauboom inklusive.

7 Wonders Dice im Test: Lohnt sich der Würfel-Ableger?

Spielgefühl und Mechanik

Mit einer Community-Wertung von rund 6,4 und einer Komplexität um die 2,2 ordnet sich 7 Wonders Dice klar im soliden Mittelfeld ein. Kein Würfel-Megakracher, aber auch kein Reinfall, sondern ein kompaktes Roll-and-Write mit echter 7-Wonders-DNA.

Was sofort gefällt: alle wählen gleichzeitig aus dem Forum, Downtime gibt es praktisch nicht. Der Würfelpool ist klein genug, dass man die Optionen überblickt, und groß genug, dass jede Runde anders kippt.

Die Mini-Dilemmata sind die heimlichen Stars. Nehme ich den teuren Würfel im 3er-Bereich, oder ärgert mich gleich die nächste Mischung? Baue ich erst das Weltwunder oder pushe ich die Akademie für den violetten Spezialwürfel?

Realitätsabgleich: Alter, Dauer und Tiefe

Die Schachtel sagt ab 10 Jahren und 25 bis 30 Minuten. Die Altersangabe passt, sofern Kinder mit Symbolik und Ressourcenlogik schon vertraut sind. Reine Anfänger brauchen eher die Familienspieler-Eltern an der Seite, dann läuft es.

Bei der Dauer bin ich aus Redaktionssicht ehrlich: zu zweit kommt man hin, ab fünf Spielenden eher bei 35 bis 45 Minuten, weil das Erklären der Gilden-, Militär- und Spezialwürfel-Regeln in der ersten Partie Zeit kostet. Ab Partie zwei flutscht es richtig.

Für wen lohnt sich der Kauf?

Klare Empfehlung für alle, die das Original lieben, aber kürzere Sessions wollen. Auch Roll-and-Write-Fans, die nach Cartographers oder Welcome To etwas mit mehr Spielerinteraktion suchen, finden hier ihren Sweet Spot, weil die Kasernen und die Gildenhalle echte Nachbar-Reibung erzeugen.

Wer dagegen Heavy-Euro-Niveau oder echte Engine-Builder-Kettenzüge will, ist hier falsch. Das ist ein Antike-Snack, kein Mehrgängemenü.

Materialcheck und Aha-Moment

Die Stifte und Tücher sind ein ehrlicher Mehrwert. Endlich keine schmierigen Boardmarker, die Tableaus bleiben sauber und die Box wirkt deutlich langlebiger als typische Roll-and-Writes mit Wegwerf-Blöcken.

Der schönste Moment in unseren Runden: wenn jemand zum ersten Mal den schwarzen Spionage-Würfel freischaltet und plötzlich die halbe Stadt neue Optionen bekommt. Das ist genau die Art von kleinem Kettenzug, die 7 Wonders Dice so reizvoll macht.

Stärken

  • Praktisch keine Downtime durch gleichzeitige Würfelwahl im Forum
  • Echtes 7-Wonders-Feeling auf 30 Minuten komprimiert, inklusive Weltwunder, Wissenschaft und Militär
  • Hochwertige Stifte und abwischbare Tableaus statt schmieriger Boardmarker
  • Skaliert von 2 bis 7 Personen, ohne dass das System auseinanderfällt
  • Schöne Mini-Entscheidungen zwischen günstigen und teuren Forum-Bereichen

Schwächen

  • Die erste Partie ist wegen Gildenhalle, Militärwertung und Spezialwürfeln erklärungsintensiver als die Schachtel verspricht
  • Wer das Original kennt, vermisst die Drafting-Spannung der Karten
  • In voller Sieben-Personen-Besetzung wird die Nachbar-Interaktion mit den Kasernen unübersichtlicher
  • Strategische Tiefe bleibt klar unter der des großen 7-Wonders-Kartenspiels, was Vielspieler enttäuschen kann
  • Symbolik auf den Würfeln braucht in den ersten Runden öfter einen Blick auf die Übersicht
Daniel Vogel
Mein Herz schlägt für die Extreme am Spieltisch: Von komplexen Strategie-Brechern bis hin zu lauten Partyspielen. Ich seziere Mechaniken, prüfe die taktische Tiefe und zeige dir, was wirklich unter der Haube steckt.

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