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Mit Black DOG bringt Schmidt Spiele eine eigenständige Variante des beliebten Klassikers DOG auf den Tisch. Der Autor Johannes Schmidauer-König dreht dabei sprichwörtlich am Rad und stellt uns einen knurrigen Vierbeiner in den Weg.
Wir spielen das Black DOG Brettspiel zu zweit bis zu viert, ab 8 Jahren und in rund 30 bis 45 Minuten. Der bekannte Lauf vom Start ins Ziel bleibt erhalten, doch ein schwarzer Hund mischt das Feld auf.
Am Tisch entsteht eine Mischung aus vertrautem DOG-Gefühl und nervösem Kribbeln. Sobald der schwarze Hund über die Bahn streift, spüren wir den drohenden Rauswurf förmlich im Nacken.
Besonders im Team zu viert lebt die Partie von stillen Blicken, kleinen Augenrollern und Schadenfreude, wenn der Black DOG plötzlich beim Gegenüber zubeißt. Die Drehscheibe in der Mitte sorgt zusätzlich für Aha-Momente, weil sich die ganze Spielsituation in Sekunden verschieben kann.
Das Spiel richtet sich klar an Familien und Runden, die einen schnellen Einstieg in ein taktisches Laufspiel suchen. Wer DOG kennt, fühlt sich sofort zu Hause und freut sich über die frischen Sonderkarten.
Aber auch Neulinge finden hier einen sehr zugänglichen Einstieg, weil sich die Grundidee in wenigen Minuten erklären lässt. Achte darauf, dass ihr zu viert seid, wenn ihr das volle Teamerlebnis erleben wollt, denn dann entfaltet Black DOG seinen größten Reiz.
Im Vergleich zum klassischen DOG bringt diese Ausgabe vier neue Sonderkarten, einen überarbeiteten Spielplan und vor allem die Drehscheibe mit den Tatzen-Feldern mit. Diese Drehscheibe verändert das Tempo grundlegend, weil ein Zug plötzlich eine ganze Figur in Zielnähe katapultieren kann.
Damit fühlt sich Black DOG weniger wie eine schlichte Neuauflage an und mehr wie eine eigene kleine Spielidee. Genau diese Mischung aus Vertrautem und Neuem macht den Reiz aus, den wir gemeinsam am Tisch entdecken können.
Du suchst die wichtigsten Regeln auf einen Blick? Hier ist die schnelle Kurzfassung. Das vollständige Regelwerk findest du direkt im verlinkten PDF.
Bei Black DOG bildet ihr zu viert zwei Teams aus gegenübersitzenden Partnern. Ziel ist es, alle acht eigenen Spielfiguren des Teams vom Startbereich ins Ziel zu bringen.
Erst wenn alle acht Figuren eines Teams sicher im Ziel stehen, hat dieses Team gewonnen. Wichtig dabei: Die Partner dürfen während der Partie weder über Handkarten noch über geplante Züge sprechen.
Vor der ersten Partie steckt ihr Unterlegscheibe, Drehscheibe und Drucköse mittig auf dem Spielplan zusammen. Anschließend richtet ihr die Drehscheibe so aus, dass die vier Knochen sichtbar sind.
Zum Spielstart zieht jede Person zusätzlich eine Spielfigur ohne Karteneinsatz aus dem Startbereich auf das eigene Startfeld. Diesen Sonderstart gibt es nur einmal zu Beginn der Partie.
Zu Rundenbeginn schiebt ihr eurem Teampartner verdeckt eine Karte zu und seht euch die erhaltene Karte erst danach an. Anschließend spielt der Spieler mit dem Kartenstapel die erste Karte offen aus und bewegt eine Figur entsprechend.
Pro Feld darf nur eine Figur stehen. Landet ihr auf einem belegten Feld, wird die dortige Figur geschlagen und wandert zurück in den passenden Startbereich. Eigene Figuren könnt ihr dabei ebenfalls treffen.
Eine Figur auf dem eigenen Startfeld ist geschützt, kann nicht geschlagen oder getauscht werden und blockiert das Feld für alle anderen. Nur der Black DOG zieht grundsätzlich am Startfeld vorbei und zählt es nicht mit.
Die 110 Karten teilen sich in drei farbliche Gruppen auf, die jeweils unterschiedliche Möglichkeiten eröffnen.
Die Drehung der Scheibe ist eines der spannendsten Elemente, weil sie Figuren plötzlich näher ans Ziel oder weiter weg bringt. Sie wird immer erst am Ende eures kompletten Zuges ausgeführt.
Der schwarze Hund verjagt alle Figuren, an denen er vorbeizieht oder auf deren Feld er landet. Diese Figuren gelten als geschlagen und kehren in ihren Startbereich zurück.
Auch wenn ihr selbst gezwungen seid, auf das Feld des Black DOG zu ziehen, ist eure eigene Figur geschlagen. Der Black DOG selbst kann weder getauscht noch geschlagen werden und ignoriert beim Laufen die Startfelder vollständig.
Jede gespielte Karte muss vollständig ausgeführt werden, Punkte dürfen nicht verfallen. Wer kurz vor dem Ziel steht, aber nur hohe Karten in der Hand hat, muss am Ziel vorbeilaufen und eine weitere Runde drehen.
Kann ein Spieler keine seiner Figuren bewegen, deckt er seine Karten auf und scheidet für den Rest dieser Runde aus. Eine Figur kommt nur über das eigene Startfeld ins Ziel, allerdings nicht direkt aus dem Startfeld heraus, selbst wenn sie schon eine Runde gelaufen ist.
Sobald ein Spieler alle vier eigenen Figuren im Ziel hat, spielt er seine Karten ab sofort für die Figuren seines Partners. Auch dann gilt das strikte Kommunikationsverbot innerhalb des Teams.
Das Team, das als Erstes alle acht Figuren im Ziel hat, gewinnt sofort. Die letzte Figur muss dafür mit einem komplett ausgeführten Zug eintreffen, was durchaus mehrere Extrarunden bedeuten kann.
Zu zweit und zu dritt spielt jeder für sich, mit fünf Figuren pro Person. Vier Figuren stehen im Startbereich, eine zusätzliche Figur startet direkt auf dem Startfeld.
Black DOG schafft den Spagat zwischen vertrauter DOG-Routine und frischer Unruhe richtig gut. Sobald die Drehscheibe ins Spiel kommt, planen wir nicht mehr nur unseren eigenen Zug, sondern auch, welche Felder gleich gefährlich werden könnten.
Mit average_weight 1,78 liegt die Einstiegshürde sehr niedrig, was zur Empfehlung ab 8 Jahren passt. Trotzdem ist das Spiel angenehm belohnend, weil Magnet, Partner-Karte und Drehscheibe immer wieder kleine Aha-Momente erzeugen, ohne uns in tiefe Grübeleien zu zwingen.
Die Schachtelangabe ab 8 Jahren passt aus unserer Sicht gut, sobald Kinder das klassische DOG bereits kennen oder Geduld für ein Laufspiel mitbringen. Für jüngere oder sehr ungeduldige Kinder kann die Mischung aus Zugzwang, Black DOG und Drehscheibe allerdings frustrieren, weil ein einzelner Zug eine fast fertige Figur wieder in den Startbereich werfen kann.
Die angegebene Spieldauer von 30 bis 45 Minuten halten wir für realistisch, sofern die Runde flüssig spielt. Mit grübelnden Mitspielenden oder vielen Black-DOG-Karten kann es spürbar länger werden, weil die Drehscheibe jedes Mal die Lage neu ordnet.
In Videoerklärungen und Beschreibungen wird besonders die Kombination aus Drehscheibe und schwarzem Hund hervorgehoben. Viele Spielerinnen und Spieler beschreiben Black DOG als gelungene Variante für vorhandene DOG-Fans, die einmal etwas anderes als die Klassikregel spielen wollen.
Insgesamt wird das Spiel solide aufgenommen, die durchschnittliche Bewertung bewegt sich im oberen Mittelfeld. Wir sehen es als starke Empfehlung mit kleinen Schwächen, vor allem weil das Spiel zwingend zu viert am stärksten ist und zu zweit oder zu dritt eher als nettes Beiwerk wirkt.
Black DOG ist vor allem dann ein Gewinn, wenn ihr regelmäßig zu viert am Tisch sitzt und Lust auf ein leichtes Teamspiel habt. Familien, in denen DOG bereits gesetzt ist, bekommen hier eine Variante, die sich schnell verinnerlichen lässt und für mehrere Abende neue Wendungen liefert.
Wer hauptsächlich zu zweit spielt, sollte überlegen, ob das klassische DOG mit größerer Spielerzahl-Spannweite nicht die bessere Wahl ist. Die 2- und 3-Spieler-Variante funktioniert, kann den eigentlichen Teamspielspaß aber nicht ganz ersetzen.
Nein, und das ist auch gut so. Wer nichts mit dem klassischen DOG-Prinzip anfangen kann, also dem Hin- und Herziehen auf einem Rundkurs mit Rauswurf, wird auch hier nicht warm.
Das Schlagen eigener Figuren und der Zugzwang können in empfindlichen Runden für kleine Frustmomente sorgen. Wenn ihr damit grundsätzlich gut leben könnt, bekommt ihr mit Black DOG ein angenehm zugängliches Familienspiel mit eigener Note.
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