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Stellt euch eine fröhliche Geburtstagsparty vor, auf der tierisch was los ist. Es gibt Luftballons zum Zerplatzen, Kerzen zum Auspusten, Geschenke zum Öffnen und natürlich jede Menge Süßigkeiten.
Genau in diese bunte Welt entführt uns das Auch schon clever Spiel von Wolfgang Warsch. Wir würfeln gemeinsam um Regenbogensterne und tauchen dabei in eine warme, einladende Partystimmung ein.
Das Erschienen im Jahr 2022 bei Schmidt Spiele bringt diese Kinderversion den beliebten Roll-and-Write-Klassiker Ganz schön clever auf ein kindgerechtes Niveau, ohne den Charme des Originals zu verlieren.
Auch schon clever ist für 2 bis 4 Spielerinnen und Spieler ab 5 Jahren gedacht und dauert nur rund 15 Minuten pro Partie. Damit passt es perfekt in den Familienalltag, sei es vor dem Abendessen oder als kurze Runde am Wochenende.
Im Karton stecken fünf Spezialwürfel, ein Spielblock und vier Bleistifte. Mehr braucht es nicht, um sofort loszulegen, was die Einstiegshürde angenehm niedrig hält.
Hier richtet sich ein echtes Familienspiel an Generationen am Tisch. Kinder im Vorschulalter werden vom bunten Geburtstagsthema sofort angesprochen, während ältere Geschwister und Erwachsene den taktischen Kern wiedererkennen.
Besonders spannend ist der Brückenschlag, den Wolfgang Warsch hier baut. Kinder, die mit dieser Version vertraut sind, finden später leichter Zugang zum großen Ganz schön clever, ohne überfordert zu werden.
Das Besondere ist, dass niemand lange warten muss. Alle Würfel, die der Startspieler liegen lässt, dürfen die Mitspielenden ebenfalls nutzen.
So sind wir alle dauerhaft im Spiel, fiebern bei jedem Wurf mit und überlegen gemeinsam, was sich am besten ankreuzen lässt. Diese Mechanik sorgt für ein wunderbares Miteinander statt nervigem Däumchendrehen.
Du suchst die wichtigsten Regeln auf einen Blick? Hier ist die schnelle Kurzfassung. Das vollständige Regelwerk findest du direkt im verlinkten PDF.
Unser Ziel ist es, möglichst viele Regenbogensterne zu sammeln. Wer am Spielende die meisten Sterne auf seinem Block eingekreist hat, gewinnt die Würfelparty.
Der Aufbau ist in unter einer Minute erledigt. Jede Person erhält ein Blatt vom Block und einen Bleistift.
Ein Zug ist klar in zwei Teile gegliedert. Erst handelt der aktive Spieler, danach dürfen alle anderen aus den übrig gebliebenen Würfeln auswählen.
Wichtig ist dabei eine kleine, aber feine Regel. Kann der Startspieler von seinen genommenen Würfeln einen oder mehrere doch nicht verwenden, legt er diese zurück zu den anderen ungenutzten Würfeln.
Schafft es der aktive Spieler sogar gar keinen Würfel zu verwenden, darf er erneut mit allen fünf würfeln, so lange, bis mindestens ein Würfel passt.
Jeder der vier Farbbereiche folgt eigenen Regeln. Genau diese Vielfalt macht den Reiz des Auch schon clever Spiels aus.
Ein gewürfelter Joker ist flexibel. Sowohl die Hintergrundfarbe als auch das Symbol dürft ihr frei wählen.
Allerdings gilt weiterhin, dass pro Zug nur in einem einzigen Farbbereich angekreuzt werden darf. Joker können auch alleine oder in Kombination eingesetzt werden.
Die Bonuskreise sind das Herzstück für lange Kettenreaktionen. Wenn ihr im gelben, roten oder blauen Bereich ein farblich eingekreistes Symbol ankreuzt, dürft ihr am Zugende ein Bonuskreuz in der angezeigten Bonusfarbe setzen.
Im grünen Bereich funktioniert es etwas anders. Wer alle Geschenke einer kompletten Spalte (zweite, dritte oder vierte) angekreuzt hat, erhält den Farbbonus laut Kreis unter der Spalte.
Setzt ihr ein Bonuskreuz, kreuzt ihr immer ein komplettes Symbol an, auch wenn es aus zwei Kerzen oder zwei Süßigkeiten besteht. Wer Glück und Übersicht hat, löst so mehrere Bonuskreuze hintereinander aus.
Das Spiel endet, sobald eine Person alle Symbole in einem der vier Farbbereiche angekreuzt hat. Ist es der Startspieler, dürfen die Mitspielenden noch die übrigen Würfel der letzten Runde nutzen.
Nun werden die Regenbogensterne gezählt. Im gelben, roten und blauen Bereich zählen alle Sterne an angekreuzten Symbolen.
Im grünen Bereich gibt es einen Stern für die drei angekreuzten Geschenke in der linken Spalte sowie je einen Stern für jede vollständig angekreuzte waagerechte Reihe. Wer am Ende die meisten Sterne hat, gewinnt. Bei Gleichstand gibt es mehrere Sieger.
Was Wolfgang Warsch hier abliefert, ist ein kleines Lehrstück in Zugänglichkeit. Die Mechanik mit den vier Farbbereichen, den Bonuskreisen und den Jokern fühlt sich für Kinder ab fünf Jahren wie eine bunte Schatzsuche an, und genau das ist sie auch.
Besonders wertvoll ist die Idee, dass alle dauerhaft beteiligt sind. Während ein Kind würfelt, fiebern die anderen mit, weil sie aus den Resten ebenfalls eine Farbe wählen dürfen.
Das fühlt sich wunderbar fair an und macht das Warten zwischen den eigenen Zügen praktisch unsichtbar, was bei dieser Altersgruppe Gold wert ist. Frustrationsmomente, weil mal kein Würfel passt, fängt die kurze Spieldauer von rund 15 Minuten elegant ab.
Die Verlagsangabe von ab 5 Jahren halten wir für realistisch, sofern Kinder schon mit Reihenfolgen umgehen können. Das Ankreuzen von links nach rechts und die Doppelpaare bei den Süßigkeiten sind die kleinen Hürden, an denen jüngere Kinder lernen.
Bei der Komplexität sehen wir das Spiel ganz unten auf der Skala, perfekt als Einstiegspunkt in die Welt der Roll-and-Write-Spiele, also Würfelspiele, bei denen wir auf einem Block taktisch ankreuzen. Die 15 Minuten Spielzeit werden in der Praxis sehr genau eingehalten.
Was uns auffällt, ist die kluge Begrenzung. Statt eines riesigen Blocks mit unzähligen Optionen blickt das Kind immer nur auf das nächste freie Feld einer Reihe, was Entscheidungen frustfrei klein hält.
Familien mit Kindern zwischen fünf und ungefähr zehn Jahren bekommen hier ein Spiel, das sich richtig oft auf den Tisch holen lässt. Der Wiederspielwert ist hoch, weil die Würfel jedes Mal anders fallen und Bonusketten zu kleinen Glücksmomenten führen.
Erwachsene werden Auch schon clever nicht als Hauptgericht spielen, aber sie ertragen es nicht nur, sondern haben echten Spaß daran. Das ist der entscheidende Unterschied zu vielen reinen Kinderspielen.
Auch schon clever wurde nicht zum Spiel des Jahres gekrönt, gilt in der Familienspiel-Szene aber als sehr gelungene Brücke zum großen Bruder Ganz schön clever. Insgesamt wird es von vielen Familien wohlwollend aufgenommen.
Wer überlegt, gleich zum Original zu greifen, sollte das Alter der Kinder ernst nehmen. Ganz schön clever richtet sich an Kennerspielende ab etwa acht Jahren und verlangt das Kombinieren mehrerer Zahlenbereiche, Multiplikationen und vorausschauende Planung.
Auch schon clever reduziert genau das. Symbole statt Zahlen, vier klare Farbbereiche und einfache Ankreuzregeln machen es zum perfekten Vorläufer für Kinder, die später in die größere Version hineinwachsen sollen.
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