Libellud , Dixit, Board Game, Ages 8+, 3 to 8 Players, 30 Minutes Playing Time Standalone Standalone - Dixit (Version 2021) Einzeln
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Dixit: Das traumhafte Assoziationsspiel im Porträt

3 –
6 Spieler
8+ Jahre
30+ Minuten
42,75 EUR

inkl. MwSt. zzgl. Versand

Dixit: Worum geht es in dem traumhaften Bildkartenspiel?

Thema und Atmosphäre

Stell dir vor, du sitzt am Tisch, vor dir liegt eine Karte mit einem Bären, der zwei kleine Jungs am Rücken trägt. Daneben: ein Mädchen mit Schlüssel, ein schwebender Wal, eine Treppe ins Nichts. Willkommen in der Welt von Dixit, dem Spiel, das deine Fantasie an die Hand nimmt und einmal um den Horizont führt.

Autor Jean-Louis Roubira wollte mit seinem Entwurf das innere Kind wecken, und Illustratorin Marie Cardouat liefert dafür 84 großformatige, traumhaft surreale Bildwelten. Hier gibt es keine Ressourcen, keine Armeen, keine Würfel. Hier gibt es nur Bilder, Worte und das wunderbar wackelige Gefühl, was der andere wohl gerade gemeint hat.

Die Eckdaten auf einen Blick

Wir reden hier vom Grundspiel Dixit aus dem Hause Libellud, dem Spiel des Jahres 2010. Auf der Schachtel stehen 3 bis 6 Personen ab 8 Jahren, eine Partie dauert rund 30 Minuten.

Aus Redaktionssicht ist die Spielerzahl mit einem kleinen Sternchen zu lesen. Zu dritt greift eine Sonderregel mit mehr Karten pro Hand, das echte Dixit-Gefühl entfaltet sich erst ab vier Personen. Und wer sich am Tisch in die Welten verliert, wird die 30 Minuten regelmäßig sprengen.

Für wen brennt dieses Spiel?

Dixit ist ein Partyspiel der leisen Sorte. Kein Brüllen, kein Buzzer, kein Hektik-Chaos. Stattdessen kleine Aha-Momente, hochgezogene Augenbrauen und dieses eine Grinsen, wenn jemand deine völlig abgedrehte Assoziation tatsächlich knackt.

Es ist das Spiel, das du der Schwiegermutter zeigst, der nicht spielenden Freundin, dem skeptischen Onkel an Ostern. Genau dort spielt es seine größte Stärke aus: Es macht sofort klick, weil jeder Mensch Bilder lesen kann, jeder auf seine Art.

Was hebt es vom Rest ab?

Die Karten. Wirklich, die Karten. Diese großen, fast quadratischen Bildtafeln sind das Herzstück und der Grund, warum Dixit seit 2008 nicht aus den Regalen verschwindet.

Dazu kommen die Holzhasen als Punktemarker auf der Wertungsleiste und die bunten Tippräder für die geheime Abstimmung. Ein Stück Material, das man auch Jahre später noch gerne aus dem Schrank holt, weil es einfach schön auf dem Tisch liegt.

Dixit Regeln: So funktioniert das Spiel Schritt für Schritt

Du suchst die wichtigsten Regeln auf einen Blick? Hier ist die schnelle Kurzfassung. Das vollständige Regelwerk findest du direkt im verlinkten PDF.

Das Spielziel

Bei Dixit jagt ihr Punkte auf einer Wertungsleiste, dargestellt durch eure Holzhasen. Sobald jemand am Ende einer Runde 30 Punkte oder mehr erreicht, endet das Spiel sofort.

Wer dann die meisten Punkte hat, gewinnt. Bei Gleichstand teilen sich die Beteiligten den Sieg, hier wird nichts kompliziert ausgespielt.

Aufbau und Material

Der Aufbau ist in zwei Minuten erledigt. Jeder schnappt sich eine Farbe, dazu das passende Tipprad und den Hasen.

  • Wertungsleiste: Jeder Hase startet auf dem Startfeld des Spielplans.
  • Handkarten: Mischt alle 84 Bildkarten und verteilt verdeckt je 6 Karten pro Person.
  • Nachziehstapel: Die übrigen Karten liegen verdeckt als Stapel bereit.
  • Erster Erzähler: Den Job übernimmt, wem zuerst ein Hinweis zu einer eigenen Karte einfällt.

Ablauf einer Runde

Eine Runde ist eine wunderbar simple Choreografie aus vier Schritten. Die Rolle des Erzählers wandert nach jeder Runde nach links weiter.

  1. Hinweis geben: Der Erzähler wählt heimlich eine seiner 6 Karten und nennt dazu einen Hinweis. Das darf ein Wort sein, ein Satz, ein Filmzitat, ein Liedtitel, ein Geräusch oder eine pantomimische Einlage.
  2. Karten beisteuern: Alle anderen wählen aus ihren 6 Handkarten je eine Karte, die ihrer Meinung nach gut zum Hinweis passt, und geben sie verdeckt an den Erzähler.
  3. Auslegen: Der Erzähler mischt alle Karten zusammen und legt sie offen an die nummerierten Markierungen rund um den Spielplan.
  4. Abstimmen: Jede Person außer dem Erzähler stellt am Tipprad geheim die Nummer der Karte ein, die sie für die des Erzählers hält. Auf die eigene Karte zu tippen, ist nicht erlaubt.

Die Punktewertung im Detail

Jetzt wird es richtig elegant, und genau hier liegt die Seele von Dixit. Der Erzähler will weder zu klar noch zu kryptisch sein, sondern goldene Mitte.

  • Manche tippen richtig, aber nicht alle: Der Erzähler bekommt 3 Punkte. Jede Person, die seine Karte erraten hat, bekommt ebenfalls 3 Punkte.
  • Alle tippen richtig oder niemand: Der Erzähler geht leer aus. Alle anderen erhalten je 2 Punkte.
  • Bonuspunkte: Alle außer dem Erzähler kassieren zusätzlich 1 Punkt für jeden Tipp, der auf ihre eingelegte Karte gefallen ist.

Anschließend ziehen alle eine neue Karte vom Nachziehstapel und füllen ihre Hand wieder auf 6 auf. Ist der Stapel leer, werden Ablagestapel und Reste neu gemischt.

Sonderregel: Spiel zu dritt

Zu dritt würde die Trefferquote zu hoch werden, deshalb gibt es eine kleine Anpassung. Jede Person hat 7 statt 6 Karten auf der Hand.

Die beiden Ratenden wählen jeweils zwei Karten aus ihrer Hand, sodass am Ende fünf Karten rund um den Spielplan liegen. Bonuspunkte für Tipps auf die eigenen Karten gibt es weiterhin, der Rest bleibt unverändert.

Spielende und Wertung

Sobald am Ende einer Runde mindestens eine Person 30 oder mehr Punkte hat, ist Schluss. Die meisten Punkte gewinnen, bei Gleichstand siegt man gemeinsam.

Eine alternative, häufig genutzte Variante: Spielen, bis der Nachziehstapel komplett aufgebraucht ist. Wer dann vorne liegt, gewinnt.

Dixit im Test: Unser Fazit zum Spiel des Jahres 2010

Spielgefühl und Mechanik

Dixit ist dieser seltene Vogel im Partyspiel-Regal: leise, fast schon meditativ, und trotzdem voller kleiner Mini-Dramen. Du legst deinen Hinweis hin, lehnst dich zurück und betest, dass mindestens eine Person aber bitte nicht alle deinen Gedanken folgen.

Genau dieses Dilemma macht den Reiz aus. Zu konkret? Alle tippen richtig, du gehst leer aus. Zu kryptisch? Niemand kommt drauf, du gehst leer aus.

Der Sweet Spot liegt in der Mitte und der ist verdammt schmal. Mit einer Komplexität von rund 1,2 auf der internen Schwere-Skala ist Dixit regeltechnisch eines der leichtesten Spiele überhaupt, mechanisch aber emotional alles andere als banal.

Material und Atmosphäre am Tisch

Die 84 Bildkarten von Marie Cardouat sind der heimliche Star. Surreal, traumartig, mal verspielt, mal düster und genau deshalb funktioniert jeder Hinweis von Wiedergeburt bis spiel mir das Lied vom Tod.

Holzhasen statt Pappmarker, ein vernünftiger Spielplan, große Tippräder. Hier hat ein Verlag verstanden, dass ein kreatives Spiel auch haptisch verführen muss.

Für wen lohnt sich der Kauf?

Dixit ist der perfekte Türöffner. Gemischte Runden, Familienbesuche, der Spieleabend mit den Nicht-Spielern, der gemütliche Sonntag nach dem Essen.

Wer dagegen Action, Adrenalin und laute Lacher will, ist hier falsch. Dixit ist eher Wein als Tequila, eher Konzert als Festival.

Und ja, es gibt diese Spielenden, die mit kreativen Aufgaben einfach nichts anfangen können, das zeigen auch die Reviews aus der Community. Wer am Tisch komplett dichtmacht, sobald er sich eine Assoziation zu einem surrealen Bild ausdenken soll, wird hier hängenbleiben. Das solltet ihr vor der Anschaffung ehrlich einschätzen.

Realitätsabgleich: Alter, Dauer und Spielerzahl

Auf der Schachtel stehen 8 Jahre. Das passt für aufgeweckte Kinder in gemischten Runden, in reinen Kinderrunden fehlt aber oft das nötige kulturelle Vokabular, um Hinweise jenseits von Tier oder Trauer zu setzen.

Die angegebenen 30 Minuten sind ambitioniert. Sobald die Runde Spaß hat und Hinweise diskutiert werden, sind 45 bis 60 Minuten realistisch.

Und die Spielerzahl: Zu dritt funktioniert dank Sonderregel, fühlt sich aber wie ein halbes Dixit an. Der Sweet Spot liegt bei fünf oder sechs Personen, dann zündet die soziale Eigendynamik richtig.

Dixit oder Mysterium?

Beide Spiele teilen sich die Illustratorin und die surreale Bildsprache, sind aber zwei völlig unterschiedliche Tiere. Mysterium ist ein kooperatives Krimi-Erlebnis ohne Worte, bei dem ein Geist über Bilder kommuniziert.

Dixit ist kompetitiv, gesprächig und schneller zugänglich. Wer das wortlose, atmosphärische Rätseln liebt, greift zu Mysterium, wer die kreative Kommunikation in der Runde sucht, ist mit Dixit besser bedient.

Hübscher Nebeneffekt: Die Karten beider Spiele lassen sich mischen, ihr habt also automatisch einen riesigen Kartenpool, wenn ihr beide besitzt.

Unser Fazit

Dixit ist auch über fünfzehn Jahre nach dem Spiel-des-Jahres-Sieg eine solide bis sehr starke Empfehlung. Es bleibt der Goldstandard für kreative Assoziationsspiele und ist in der Community überdurchschnittlich beliebt.

Wer Bilder liebt, gerne ums Eck denkt und eine Runde mit gemischten Spieltypen vor sich hat, sollte hier zugreifen. Wer reine Strategie oder Party-Krach sucht, schaut woanders.

Was spricht für Dixit?

  • Wunderschöne Bildkarten von Marie Cardouat, die sofort Stimmung auf den Tisch bringen
  • Regeln in zwei Minuten erklärt, ideal für Nicht-Spieler und gemischte Runden
  • Geniales Punktedilemma zwischen zu klar und zu kryptisch sorgt für echte Spannung
  • Hochwertige Komponenten mit Holzhasen, Tipprädern und stabilem Spielplan
  • Riesiges Erweiterungsangebot von Quest bis Mirrors, jederzeit erweiterbar
  • Karten kompatibel mit Mysterium, das verdoppelt den Bilderpool

Was spricht gegen Dixit?

  • Zu dritt nur mit Sonderregel und spürbar weniger zündend als ab vier Personen
  • Kreativ-blockierte Personen am Tisch können das Spiel deutlich ausbremsen
  • Filmzitate und kulturelle Anspielungen funktionieren in generationengemischten oder internationalen Runden nicht immer
  • Angegebene Spieldauer von 30 Minuten ist in guten Runden klar zu kurz angesetzt
  • Ab 8 Jahren ist eher Richtwert, jüngere Kinder fehlen oft die Assoziationswerkzeuge
Daniel Vogel
Mein Herz schlägt für die Extreme am Spieltisch: Von komplexen Strategie-Brechern bis hin zu lauten Partyspielen. Ich seziere Mechaniken, prüfe die taktische Tiefe und zeige dir, was wirklich unter der Haube steckt.

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